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Autor Thomas Schüller am 12. Oktober 2010
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Sonstiges / Kritik

Ihre Darstellung empfinde ich als Realsatire pur

Sehr geehrter Herr Dr. Andriof!

Ich störe mich empfindlich an zentralen Aussagen Ihrer Antwort, welche Sie am 11.10.2010 auf die von Herrn Cramer am 22.09.10 gestellte Frage an dieser Stelle erteilen.

So schreiben Sie unter anderem, Zitat Herr Dr. Andriof:

"(...) wir freuen uns sehr, dass Sie www.direktzustuttgart21.de als Verbesserung des Dialogs zu Stuttgart 21 wahrnehmen. Die Plattform ist seit Ende September online und soll den Dialog mit den Bürgern zu Stuttgart 21 ermöglichen. Wir bauen darauf, dass auf diese Weise auch wieder die Sachargumente in den Vordergrund rücken. Das Informationsbedürfnis der Bürger ist immens. Bislang gehen bei den Projektpartnern mehrere hundert Briefe alleine in einer Woche ein.

Das Internet erlaubt uns hier sehr schnell auf Anliegen der Bürger zu reagieren"

http://direktzu.de/stuttgart21/messages/27770

Mit Verlaub, ich empfinde Ihre Darstellung als einen Hohn.

Wikipedia schreibt betreffs der Entwicklung
von Stuttgart 21:

"Die Geschichte des Projekts geht maßgeblich auf einen Vorschlag des Verkehrswissenschaftlers Gerhard Heimerl von 1988 zurück und wurde 1994 der Öffentlichkeit vorgestellt"

http://de.wikipedia.org/wiki/Stuttgart_21

Fragestellung:

Wenn Sie aktuell am 11.10.10 rund sechszehn Jahre nach Vorstellung des Projektes ein immenses Informationsbedürfnis der Bürger erkennen wollen, weist dieser Umstand nicht der bisherigen Kommunikation des Projektes ein katastrophales Armutszeugnis aus?

Ein Armutszeugnis, das uns berechtigt daran zweifeln lasen könnte, das eine wirklich sachbezogene demokratisch legitimierte Entscheidungsfindung überhaupt bis dato stattgefunden hat?

P.S.:

Da Sie das Internet als Kommunikationsmittel loben,
gestatten Sie mir folgende kleine Anmerkung:

Dieses Medium wird etwa seit etwa dem letzten Drittel der 1990er Jahre von seitdem zunehmenden Teilen der Öffentlichkeit genutzt.

Irgendwie müssen die Projektbetreiber von Stuttgart 21 in all der langen Zeit seit diesem benannten Zeitpunkt einen großen Bogen um die vielen flotten Glasfaserkabel gemacht haben, wenn aktuell das von Ihnen verortete Informationsdefizit bezüglich diesen Projektes bei noch vielen Bürgern bestehen sollte.

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