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Autor Bernd Steinheil am 29. Juni 2011
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Sonstiges / Kritik

Eisenbahn und Emotionen

Sehr geehrte Damen und Herren,

ein Zitat von Herrn Dietrich im SPON ließ mich aufhorchen:
"ich kann nicht nachvollziehen, dass wir bei einem Bahnhof eine solche Emotionalisierung haben."

Genau da liegt der Hund begraben: dieses Projekt scheint in puncto Bahnverkehr absolut emotionslos geplant worden zu sein, ich sag nur "Gleisgewurschtel" und "Hüttengruscht".
Nun ist es eben scheints so, dass doch eine Menge Emotionen an dem Bahnhof hängen, jedenfalls mehr, als von Projektseite her für möglich gehalten wurde - was im Umkehrschluss einiges über die emotionale Verbindung dieser Damen und Herren zur Bahn aussagt.

Von den Emotionen gegenüber den herrlichen Parkbäumen mal ganz abgesehen. Ein paar S21-Befürworter wiesen mal darauf hin, dass für K21 auch Bäume im Rosensteinpark fallen müssten stimmt - bloß sind das keine Bäume, für wohl kaum eine große emotionale Verbundheit besteht wie z.B. für die große Blutbuche im Park, die ja nicht nur ein äußérst beeindruckender Baum ist, sondern auch an einem prominenten Platz steht.
Wenn ich an Stuttgartbesuche meine Kindheit denke, dieser Baum gehört dazu, dementsprechend macht mich der Gedanke, dass er weg soll, wütend! Und ich bin da sicher nicht der einzige. Nachvollziehbar?

Meine Frage: wieso wurde bei der Projektplanung dieser emotionale Aspekt von vornherein derartig ausgeblendet? Oder war das gar Absicht?

-8

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