In Beantwortung
Autor Conny Single am 20. Februar 2012
3142 Leser · 87 Stimmen

Durchgangsbahnhof: Kapazität, Architektur, Barrierefreiheit

Behindertenverbände

Sehr geehrter Herr Dr. Kefer,

unseren Fragen vorausgeschickt: Uns ist bekannt, dass der „Dachverband integratives Planen und Bauen“ (dipb) mit dem „Bündnis Barrierefreies S21“ (BS21) die Behindertenverbände in Sachen S21-Planungen vertritt. http://www.dipb.org/html/s21.html

Hintergrund für unsere Fragen:
Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, Broschüre „Wirtschaftsfaktor Alter“:
BARRIEREFREIHEIT IST NÜTZLICH FÜR ALLE
Seite 2 - Fazit: Barrierefreiheit ist für zehn Prozent der Bevölkerung UNENTBEHRLICH, für 40 Prozent NOTWENDIG und für 100 Prozent KOMFORTABEL und ein QUALITÄTSMERKMAL. Quelle: http://bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Publikationen/wirtschaf...

Im Folgenden beziehe ich mich auf Ihre Äußerungen in „Zur Sache - Extra“ in der Woche vor dem Volksentscheid. Sie wurden zu den Veränderungen NACH der Schlichtung gefragt und haben geantwortet:

Zitat 1: „...und zwar haben wir zu den Behindertenverbänden Kontakt aufgenommen...“

=> Ist es richtig, dass der Kontakt schon seit 2010 bestand und also keine Reaktion seitens der Bahn aufgrund der Schlichtung ist?

Zitat 2: ...“und etliche Diskussionen geführt, um mit denen [Behindertenverbänden] Abstimmung zu erreichen, in welcher Form ausgeführt werden S O L L .“

=> Verständnisfrage: Möchten Sie mit der Formulierung andeuten, die Behindertenverbände seien Auftraggeber?
Inwiefern trifft es zu?

Zitat Oliver Appel, Beirat-Vorsitzender „Bündnis Barrierefreies S21“ (dipb/BS21), in der Bündnis-Sitzung Juli 2011: „Die Bahn hat festgestellt, dass die Durchgänge neben den Rolltreppen am Verteilersteg B kaum frequentiert werden.“
=> Der sogenannte „EngpasS21“: Da der Aufzug jeweils unter dem Verteilersteg B liegt, begegnen sich die, die auf diesen angewiesen sind und gerade die, die einen extra breiten Durchgangsweg brauchen.
Beispiele: Menschen mit Kofferkuli oder Rollkoffer, mehreren Gepäckstücken, Kinderwagen, Fahrrad, Rollator, Rollstuhl. Selbst Menschen mit Hund benutzen lieber Aufzüge, da sich die Hunde bei den Rolltreppen die Pfoten einklemmen können. http://www.diskussion21.de/html/bahnsteig-enge.html#beisp...

=> Ist die Feststellung, die Durchgänge würden kaum frequentiert, haltbar?

Für die möglichst konkrete Beantwortung der Fragen danken wir im Voraus.

Conny Single
Initiative Barriere-Frei

Quellen:
Ganze Sendung: http://swrmediathek.de/tvshow.htm?show=b317dc40-9bdc-11df... (dort unter dem Datum suchen), Beginn Thema Barrierefreiheit/Fluchtwege Min. 72’, Fragerunde ab Min. 74’
Mitschrieb und Videos unter http://www.diskussion21.de/html/zur_sache.html

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