In Beantwortung
Autor Heike Voß am 17. Oktober 2011
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Finanzen: Kosten, Nutzen, Bedarf

Falsche Zahlen der Bahn bei Ausstiegskosten?

Sehr geehrte Damen und Herren,

Herr Grube rechnete bei seinem Vortrag im Mai 2011 an der Uni Stuttgart zu den Ausstiegskosten auch die 459 Mio. Euro hinzu, die die Bahn schon 2001 von der Stadt Stuttgart für die Gleisflächen erhalten hat und die beim Ausstieg von der Bahn an die Stadt zurückgezahlt werden müssten.

Meiner Meinung nach ist das nicht korrekt. Die Bahn hat das Geld schon 10 Jahre im voraus erhalten und konnte damit 10 Jahre lang wirtschaften und durch Anlage des Geldes auch Zinsen erinnehmen. Wenn das Projekt jetzt beendet wird, muss sie es eben zurückzahlen. Das sind aber doch keine Ausstiegkosten! Ebensowenig wie die ca. 250 Mio. Euro Zinsen für die 10 Jahre, die der Bahn großzügig erlassen wurden.

Auch die von Herrn Grube genannten 270 Mio. Euro Planungskosten für die Neubaustrecke kann man nicht als Ausstiegskosten für Stuttgart 21 bezeichnen. Die Neubaustrecke ist ein eigenes Projekt mit eigenen Kosten und steht nicht zur Debatte.

So bleiben noch 227 Mio. Euro für aufgelaufene Planungskosten für Stuttgart 21 sowie 50 - 200 Mio.Euro für bereits ausgeführte Arbeiten bzw. als Entschädigung für vergebene Aufträge übrig.

Wie kommt die Bahn auf die Summe von 1,5 Milliarden Euro bei den Ausstiegskosten?

Mit freundlichen Grüßen

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