Beantwortet
Autor Rainer Stolz am 28. März 2011
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Durchgangsbahnhof: Kapazität, Architektur, Barrierefreiheit

Kapazität Spitzenstunde bei der S-Bahn

Sehr geehrte Damen und Herren,
dass der Bahnhof - für sich betrachtet - auch mit der geforderten Zahl an Zügen nicht überlastet ist, ergibt sich für mich aus folgender Rechnung:
In der Spitzenstunde halten heute lt. Fahrplan am Stuttgarter Hauptbahnhof (tief, Gleis 101 + 102) 48 S-Bahn-Züge. Für Nah- und Fernverkehr hat der Hauptbahnhof bei S21 doppelt so viele (kreuzungsfreie) Zu- und Abfahrtsgleise und die vierfache Zahl an Bahnsteigen.
Somit müssten mind. 96 Verbindungen pro Stunde in dem neuen Bahnhof möglich sein.
Welche Punkte, die bei S21 anders gelöst werden, sorgen heute bei der S-Bahn dafür, dass diese hohe Kapazität möglich ist?
Mit freundlichen Grüßen
Rainer Stolz

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Antwort
von Wolfgang Dietrich am 03. Mai 2011
Wolfgang Dietrich

Sehr geehrter Herr Stolz,

die Leistungsfähigkeit der S-Bahn-Stammstrecke in Stuttgart wird durch mehrere Komponenten gleichsam bestimmt.

Infrastruktur: Die Streckenführung der S-Bahn-Stammstrecke hat mit der Zusammenführung der S-Bahn-Strecken aus Feuerbach und Bad Cannstatt sowie der Einfädelung aus der Wendeschleife an der Schwabstraße kaum Konfliktsituationen.

Geschwindigkeit: Die S-Bahnen haben in die Haltepunkte der Stammstrecke relativ hohe Einfahrgeschwindigkeiten. Zudem sind die harmonisierten Fahrzeugeigenschaften maßgebend. Alle eingesetzten S-Bahn-Fahrzeuge haben die gleichen Brems- und Fahreigenschaften.

Signaltechnik: Die hohe Signaldichte ermöglicht kurze Zugfolgeabstände.

Aufenthaltszeiten: Ein besonders bestimmender Faktor sind die sehr kurzen Haltezeiten der S-Bahnen an den Haltepunkten der Stammstrecke.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Dietrich - Sprecher des Bahnprojekts Stuttgart – Ulm