Liebe direktzu®-Nutzer,

32.000 Menschen haben abgestimmt, mehr als 650 Fragen konkret beantwortet,– dies ist die Bilanz der Bürgerplattform „Direktzu Stuttgart 21“, die im September 2010 online ging. Seitdem wurde von unseren Fachleuten detailliert Stellung bezogen zu vielen oftmals kritischen Einzelfragen aber auch zu ganz grundsätzlichen Themen rund um das Bahnprojekt Stuttgart–Ulm, wie zum Beispiel die Kosten, Fahrzeiten, Sicherheit und Brandschutz, Geologie und Ökologie.

Seit 2010 hat sich das Projekt grundlegend verändert. Es geht nicht mehr um das „ob“, sondern um das „wie“. Nach Jahren der Planung und des politischen Diskurses treten die Umsetzung des Bahnprojektes und damit die Bauarbeiten immer mehr in den Vordergrund, was an vielen Stellen der Stadt und entlang der Autobahn nach Ulm zu sehen ist. Diese Dynamik spiegelt sich auch in den an uns gerichteten Anfragen wider, die täglich per Telefon, E-Mail oder Post eingehen. Zunehmend bestimmt das aktuelle Baugeschehen die Fragen der Bürgerinnen und Bürger. Vor diesem Hintergrund haben wir uns entschieden, die Frageoption unserer Direktzu-Plattform ab Ende September 2013 zu schließen.

Für die zunehmenden Fragen rund ums Bauen richten wir derzeit ein „Informationszentrum“ ein, über welches sich insbesondere betroffene Bürgerinnen und Bürger rund um die Uhr an sieben Tagen pro Woche über das aktuelle Baugeschehen informieren können. Bis das Informationszentrum eingerichtet ist, können Sie Ihre Fragen gerne und jederzeit unter Info(ät)bahnprojekt-s-ulm.de an uns richten. Ebenso nehmen wir Ihre Anfragen schriftlich oder telefonisch entgegen.

Wir freuen uns weiterhin über Ihr Interesse an unserem Projekt. Wir sind für Ihre Fragen da!

Beantwortet
Autor Ottmar Müller am 25. Juli 2011
8857 Leser · 8 Stimmen (-1 / +7)

Stadtentwicklung: Europa- und Rosensteinviertel, Nutzungskonzepte, Bebauungsplan

Wilhelma Erweiterung

Sehr geehrte Bauherren,

da im Zuge von S21 viele neue Grünflächen entstehen wollte ich wissen, ob die Wilhelma Gebiete vom Rosensteinpark als Geländeerweiterung von der Stadt bekommt. Bisher war dies ja seit 1993 nicht mehr möglich, da viele Bürger den Park dem Zoo vorziehen.

Mit freundlichen Grüßen,
Ottmar Müller

+6

Über diesen Beitrag kann nicht mehr abgestimmt werden, da er bereits beantwortet wurde.

Antwort
von direktzu Stuttgart21 am 11. August 2011

Sehr geehrter Herr Müller,

durch Stuttgart 21 werden im Herzen der Stadt 100 Hektar Gleisfläche frei. Die Stadt Stuttgart hat diese Grundstücke bereits im Jahr 2001 für einen durchschnittlichen Grundstückspreis von 361 Euro pro Quadratmeter von der Deutschen Bahn AG gekauft. Das heißt, die Stadt ist nicht nur Eigentümer, sondern hat auch uneingeschränktes Planungsrecht. Und: Diese Fläche ist weder an Investoren verkauft noch in irgendeiner Weise verplant.

Gemeinsam mit Bürgern können nun Vorstellungen entwickelt werden, wie ein CO2 freier und sozial ausgewogener Stadtteil gestaltet werden soll. Die Idee der Stadt ist, den Park um 200.000 Quadratmeter zu erweitern. Es ist noch nicht abschließend geklärt, ob und wieweit jene Flächen, die künftig dem Park zugeordnet sind, der Wilhelma übertragen werden. Auf der restlichen Fläche wird ein neuer Stadtteil entstehen, der Stadtteil Rosenstein. Die weitere städtebauliche Entwicklung bietet viele Möglichkeiten für die Bürger, ihre Zukunftsvorstellungen zu entwerfen und sich an diesem öffentlichen Diskurs zu beteiligen. Dabei geht es um sieben Themen, die bei der Entwicklung des neuen Stadtteils Rosenstein von Bedeutung sind. Neben dem wichtigen Thema Parkerweiterung / Grüngestaltung werden die Themen Wohnen, Arbeiten, Kultur / Bildung / Freizeit, nachhaltiges Bauen, CO2-freie Mobilität Stadtplanung und Stadtgestaltung diskutiert.

Diese Dialogphase ist eingeleitet wird bis Ende 2012 andauern. Weitere Informationen dazu finden Sie unter http://www.rosenstein-stuttgart.de/.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Wolfgang Schuster - Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart