Liebe direktzu®-Nutzer,

32.000 Menschen haben abgestimmt, mehr als 650 Fragen konkret beantwortet,– dies ist die Bilanz der Bürgerplattform „Direktzu Stuttgart 21“, die im September 2010 online ging. Seitdem wurde von unseren Fachleuten detailliert Stellung bezogen zu vielen oftmals kritischen Einzelfragen aber auch zu ganz grundsätzlichen Themen rund um das Bahnprojekt Stuttgart–Ulm, wie zum Beispiel die Kosten, Fahrzeiten, Sicherheit und Brandschutz, Geologie und Ökologie.

Seit 2010 hat sich das Projekt grundlegend verändert. Es geht nicht mehr um das „ob“, sondern um das „wie“. Nach Jahren der Planung und des politischen Diskurses treten die Umsetzung des Bahnprojektes und damit die Bauarbeiten immer mehr in den Vordergrund, was an vielen Stellen der Stadt und entlang der Autobahn nach Ulm zu sehen ist. Diese Dynamik spiegelt sich auch in den an uns gerichteten Anfragen wider, die täglich per Telefon, E-Mail oder Post eingehen. Zunehmend bestimmt das aktuelle Baugeschehen die Fragen der Bürgerinnen und Bürger. Vor diesem Hintergrund haben wir uns entschieden, die Frageoption unserer Direktzu-Plattform ab Ende September 2013 zu schließen.

Für die zunehmenden Fragen rund ums Bauen richten wir derzeit ein „Informationszentrum“ ein, über welches sich insbesondere betroffene Bürgerinnen und Bürger rund um die Uhr an sieben Tagen pro Woche über das aktuelle Baugeschehen informieren können. Bis das Informationszentrum eingerichtet ist, können Sie Ihre Fragen gerne und jederzeit unter Info(ät)bahnprojekt-s-ulm.de an uns richten. Ebenso nehmen wir Ihre Anfragen schriftlich oder telefonisch entgegen.

Wir freuen uns weiterhin über Ihr Interesse an unserem Projekt. Wir sind für Ihre Fragen da!

Archiviert
Autor Guido Wettemann am 30. Mai 2012
4255 Leser · 38 Stimmen (-29 / +9)

Regionalverkehr: Flughafen/Messe, Linienführung, Vorteile

Alternative zur geplanten Trassenführung

Sehr geehrte Damen und Herren

zur aktuellen Bürgerbeteiligung FILDERDIALOG möchte ich gerne eine - nach meinem Kenntnisstand - noch nicht diskutierte TrassenAlternative für die Anbindung des Flughafens Stuttgat an die NBS Stuttgart-Ulm und die Gäubahn ansprechen bzw. vorschlagen:

- Bau eines 4-6 gleisigen Fernbahnhofs am Flughafen, parallel zur Autobahn auf der NordOstseite unter/beim BOSCH-Parkhaus ; direkt durchschnitten durch und angebunden an die NBS
- Kreuzungsfreie Ausfädelung einer zweigleisigen Anbindung zwischen FlughafenBahnhof und Ende des Fildertunnels (auf die beiden nicht durchgehenden Gleise) in einen Tunnel unter der Autobahn in Richtung Westen, unter der B27 durch entlang der Autobahn Südseite Ri West (evtl. dort in einem offenen Trog)
- vor Industriegebiet Leinfelden in einen Tunnel unter der Autobahn durch Richtung NordWest auf die Nordseite der Autobahn, der Autobahn folgend ;
- dort Ausführung je nach Geländeprofil als Trog oder Tunnel
- einfädelnd in eine Verbindung zur Gäubahn Ri. Rohr/Vaihingen/alte Trasse (optional) und eine Kreuzungsfreie Anbindung an die Gäubahn Ri- Süd (Böblingen)

- am Flughafen: Abriss P10, Neubau an anderer Stelle
- Verbindungsshuttle (a la Frankfurt Skytrain oder San Fransisco Airport Train) oder Fussweg(Rollbänder unterstützt) vom Fernbahnhof zum TerminalGebäude - Weg optimiert

=> Betriebsidee:
- Züge von der Gäubahn fahren auf jeden Fall zum Bahnhof Flughafen; dort
a) weiter nach München ohne HBF Stuttgart
b) Kopfmachen Ri Stuttgart HBF
abhängig von Zielrichtung der Züge
(vergleichbares Konzept zu Frankfurt Flughafen )
- Flughafen-Bahnhof im direkten Verlauf der NBS Ulm

=> Vorteile:
- Trennung Fernbahn - S-Bahn am Flughafen
- kein Fernverkehr durch Leinfelden
- keine aufwändigen Tunnelkehren/Bauten im Flughafen Umfeld
- FlughafenBahnhof kann auf "grüner WIese" gebaut werden - wenig Einschränkung des FlughafenBetriebs
- Bündelung der Verkehrswege (Autobahn/Zugtrassen) auch westl. Flughafen
- weniger Flächenverbruach rund um den Flughafen (landwirtschaftl. flächen Leinfelden, ..)

==> Nachteile
- neues Raumordnungs-/Genehmigungsverfahren ??
- Trassenführung zwischen RohrerKurve und Mündung Fildertunnel muss neu eruiert werden
- ggf. Proteste der Anwohner Industriegebiet Leinfelden
- ZickZack für einen (kleinen) Teil der Züge aus/nach Süden

Gegebenfalls kann diese Variante als Alternative zu den momentanen Planungsvarianten diskutiert werden.

Mit freundlichen Grüßen

G.Wettemann

proS21 - sinnvoll , konstruktiv, zukunftsorientiert

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