Liebe direktzu®-Nutzer,

32.000 Menschen haben abgestimmt, mehr als 650 Fragen wurden beantwortet – dies ist die Bilanz der Bürgerdialogplattform „Direktzu Stuttgart 21“, die im September 2010 online ging. Seitdem wurde von unseren Fachleuten detailliert Stellung bezogen zu vielen Themen rund um das Bahnprojekt Stuttgart–Ulm. Alle unsere Antworten auf Ihre wichtigsten Fragen finden Sie hier auf dieser Plattform.

Seit 2010 hat sich das Projekt grundlegend verändert. Es geht nicht mehr um das „ob“, sondern um das „wie“. Nach Jahren der Planung und des politischen Diskurses treten die Umsetzung des Bahnprojektes und damit die Bauarbeiten immer mehr in den Vordergrund, was an vielen Stellen der Stadt und entlang der Autobahn nach Ulm zu sehen ist.

Für die zunehmenden Fragen rund ums Bauen haben wir ein „Informationszentrum“ eingerichtet, über welches sich insbesondere betroffene Bürgerinnen und Bürger rund um die Uhr an sieben Tagen pro Woche über das aktuelle Baugeschehen informieren können.

Wir freuen uns weiterhin über Ihr Interesse an unserem Projekt.

Beantwortet
Autor Rudolf Brüggemann am 10. Juni 2011
14541 Leser · 23 Stimmen (-4 / +19)

Durchgangsbahnhof: Kapazität, Architektur, Barrierefreiheit

Fahrplan Stresstest

Sehr geehrte Damen und Herren,
auf der Seite
http://direktzu.de/stuttgart21/messages/vorstellung-der-s...
schreibt Projektsprecher Dietrich mit Datum 6. Juni 2011:
Weiterhin besteht auch Konsens über die zu prüfenden Rahmenbedingungen. Der der Simulation zugrundegelegte Fahrplan für 2020 wurde auch von Verkehrsminister Winfried Hermann anerkannt.

In der FAZ allerdings unter
http://www.faz.net/artikel/C30021/stuttgart-21-hermann-wi...
wird eine Aussage des Verkehrsministers wiedergegeben mit:
Der Fahrplan, den die Bahn jetzt teste, entspreche nicht den Wünschen und Vorstellungen der Landesregierung.

Ich bin deshalb verwundert über die Unterschiede in den Aussagen und bitte um genaue Information, wie sich die Aussage von Herrn Dietrich begründet, die im Widerspruch zur Darstellung in der FAZ zu sein scheint.

Mit freundlichen Grüßen
Rudolf Brüggemann

+15

Über diesen Beitrag kann nicht mehr abgestimmt werden, da er bereits beantwortet wurde.

Antwort
von Wolfgang Dietrich am 07. Juli 2011
Wolfgang Dietrich

Sehr geehrter Herr Brüggemann,

seit Beginn des Stresstests saßen Vertreter der Landesregierung, der SMA und der Bahn im Arbeitskreis "Stresstest zusammen. Dort wurden gemeinsam die Abstimmung und Festlegung der Rahmenbedingungen und Zusammenarbeit geklärt, sowie die Abstimmung über das Fahrplankonzept und die verkehrlichen Anforderungen getroffen. Die Betriebssimulation war bereits auf dieser gemeinsam beschlossenen Basis am Laufen, als Minister Hermann sein Amt am 12.05.2011 antrat. Auch wenn er am 20.05.2011 bereits erklärte, dass er einen anderen Fahrplan wünschte, hatten die Mitarbeiter des Verkehrsministeriums dies noch nicht konkretisiert und in den Arbeitskreis eingebracht. Dies geschah erst am 27.05.2011.

Da die Betriebssimulation bereits weit fortgeschritten war -insbesondere im Hinblick auf die Veröffentlichung der Ergebnisse Mitte Juli und der damit geforderte Abschluss der Simulation Mitte Juni- konnten die gewünschten Anforderungen nicht vorbehaltlos bzw. deren Einarbeitung in das Computerprogramm zugesichert werden. Da der Kontakt im Arbeitskreis "Stresstest" zwischen den Mitarbeitern der Landesregierung und der Bahn stets vorhanden war, hat Herr Dietrich Recht, wenn er darauf hinweist, dass Konsens auch mit der neuen Landesregierung über die zu prüfenden Rahmenbedingungen besteht.

Die SMA prüft die zugrunde gelegten Rahmenbedingungen und gibt voraussichtlich am 14.07.2011 darüber Auskunft.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Dietrich - Sprecher des Bahnprojekts Stuttgart – Ulm