Liebe direktzu®-Nutzer,

32.000 Menschen haben abgestimmt, mehr als 650 Fragen wurden beantwortet – dies ist die Bilanz der Bürgerdialogplattform „Direktzu Stuttgart 21“, die im September 2010 online ging. Seitdem wurde von unseren Fachleuten detailliert Stellung bezogen zu vielen Themen rund um das Bahnprojekt Stuttgart–Ulm. Alle unsere Antworten auf Ihre wichtigsten Fragen finden Sie hier auf dieser Plattform.

Seit 2010 hat sich das Projekt grundlegend verändert. Es geht nicht mehr um das „ob“, sondern um das „wie“. Nach Jahren der Planung und des politischen Diskurses treten die Umsetzung des Bahnprojektes und damit die Bauarbeiten immer mehr in den Vordergrund, was an vielen Stellen der Stadt und entlang der Autobahn nach Ulm zu sehen ist.

Für die zunehmenden Fragen rund ums Bauen haben wir ein „Informationszentrum“ eingerichtet, über welches sich insbesondere betroffene Bürgerinnen und Bürger rund um die Uhr an sieben Tagen pro Woche über das aktuelle Baugeschehen informieren können.

Wir freuen uns weiterhin über Ihr Interesse an unserem Projekt.

Beantwortet
Autor Ralf Schelter am 15. Dezember 2010
11555 Leser · 19 Stimmen (-7 / +12)

Neubaustrecke Ulm-Wendlingen: Fahrzeiten, Güterverkehr, Magistrale

Fortsetzung der Magistrale Paris-Bratislava

Eines der Probleme in Stuttgart ist ja offenbar, dass es sich um einen Kopfbahnhof handelt, der zur Verkürzung der Fahrzeiten in einen Durchgangsbahnhof umgebaut werden soll. Was aber passiert im weiteren Verlauf der Magistrale in München und Wien?

+5

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Antwort
von Dr. Udo Andriof am 31. Januar 2011
Dr. Udo Andriof

Sehr geehrter Herr Schelter,

zu Wien: derzeit befinden sich auf dem Gelände des heutigen Südbahnhofes zwei Kopfbahnhöfe: der Südbahnhof und der Ostbahnhof. Sie liegen unmittelbar nebeneinander und werden getrennt betrieben. Anstelle dieser zwei Kopfbahnhöfe schaffen die Österreichischen Bundesbahnen derzeit einen zentralen Durchgangsbahnhof und damit einen Knotenpunkt im transeuropäischen Schienenverkehr, der eine wichtige Drehscheibe für den internationalen und nationalen Personenverkehr sein wird.

In München sieht die Sache anders aus. Dort gibt es 32 Bahnsteige und 14 Zulaufgleise, d.h. es führen doppelt so viele Gleise von der Strecke direkt in den Bahnhof als in Stuttgart, wo der Bahnhof in einem flächenmäßig eng begrenzten Talkessel liegt. Der in Stuttgart limitierende Faktor von zu wenigen Zulaufgleisen ist damit in München nicht gegeben.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Udo Andriof - Sprecher des Bahnprojekts Stuttgart – Ulm