Liebe direktzu®-Nutzer,

32.000 Menschen haben abgestimmt, mehr als 650 Fragen wurden beantwortet – dies ist die Bilanz der Bürgerdialogplattform „Direktzu Stuttgart 21“, die im September 2010 online ging. Seitdem wurde von unseren Fachleuten detailliert Stellung bezogen zu vielen Themen rund um das Bahnprojekt Stuttgart–Ulm. Alle unsere Antworten auf Ihre wichtigsten Fragen finden Sie hier auf dieser Plattform.

Seit 2010 hat sich das Projekt grundlegend verändert. Es geht nicht mehr um das „ob“, sondern um das „wie“. Nach Jahren der Planung und des politischen Diskurses treten die Umsetzung des Bahnprojektes und damit die Bauarbeiten immer mehr in den Vordergrund, was an vielen Stellen der Stadt und entlang der Autobahn nach Ulm zu sehen ist.

Für die zunehmenden Fragen rund ums Bauen haben wir ein „Informationszentrum“ eingerichtet, über welches sich insbesondere betroffene Bürgerinnen und Bürger rund um die Uhr an sieben Tagen pro Woche über das aktuelle Baugeschehen informieren können.

Wir freuen uns weiterhin über Ihr Interesse an unserem Projekt.

Archiviert
Autor Hans Müller am 04. Oktober 2010
6344 Leser · 24 Stimmen (-20 / +4)

Alternativen: K21, Mittelverwendung

KOM21

Wurde über solch eine alternative schon einmal nachgedacht?

KOM 21 - Kompromiss 21 / Kombination von S 21 und K 21:

Soviel Gleise wie nötig, soviel Bebauung wie möglich.
Soviel Gleise wie nötig bezüglich des Durchgangsbahnhofs:
Man sollte die Anzahl der Züge berechnen, für die der Durchgangsbahnhof tatsächlich einen Vorteil darstellt. Das sind die Züge mit der Strecke: „Paris - Karlsruhe – Stuttgart –Stuttgart Flughafen - Ulm - München – Wien“, evtl. auch: „Stuttgart – Mailand“ und „Stuttgart-Bern“. Ich gehe davon aus, dass jeweils ein Gleis für jede Richtung ausreicht. Sollte das nicht so sein, ist dieser Vorschlag nicht weiterzuverfolgen.

Vor allem wäre die schnelle Verbindung zum „Flughafen Stuttgart“ wichtig, weshalb ich den Durchgangsbahnhof für die o.g. Züge für sinnvoll halte.

Soviel Gleise wie nötig bezüglich des Kopfbahnhofs:
Man sollte die Anzahl der Züge berechnen, für die der Kopfbahnhof tatsächlich einen Vorteil darstellt gegenüber dem Durchgangsbahnhof. Das sind insbesondere die Züge mit der Strecke: „Stuttgart –Berlin“, „Stuttgart – Hamburg“ und „Stuttgart-Frankfurt“, „Stuttgart – Köln“ und „Stuttgart- Brüssel“
Ich halte den bestehenden Kopfbahnhof für diese Zugverbindungen für durchaus sinnvoll und gehe davon aus, dass die Anzahl der Gleise des bestehenden Kopfbahnhofs reduziert werden kann, da der Durchgangsbahnhof
eine Entlastung darstellt.

Soviel Bebauung wie möglich:
Es sollten die Flächen für Neubebauungen aktiviert werden, die nach Planung des Bahnprojekts übrig bleiben. Dabei sollte auch der Park nicht zu kurz kommen.

Gebäude Hauptbahnhof:
Entsprechend diesem Vorschlag kann auf die teuren Lichtkuppeln verzichtet werden. Man kann sich heute schon vorstellen, dass diese umzäunt werden, um Skater von ihnen fernzuhalten.

Durch die Beschränkung der Gleise bezüglich des Durchgangsbahnhofs auf max. 2 Gleise, müssen nicht so viele Bäume gefällt werden im Vergleich zur aktuellen
Planung mit 8 Gleisen. Die Verbindung vom Hauptbahnhof zum Park sollte möglichst eben sein und kein „Keltenhügel“ darstellen. Gerade für gehbehinderte Menschen und
Personen mit Kinderwagen ist dies eine weitere Barriere, die man möglichst vermeiden sollte. Eine ehrliche Architektur ist hier sinnvoll. Ebene Verbindungen und eine transparente Überdachung sind an dieser Stelle sicher geeigneter und werden von den Bürgern eher angenommen. Die Gleise des Kopfbahnhofs sind dann aufgrund der Schnellbahntrasse
„Paris-Wien“ um dessen Breite nach hinten zu versetzen.
Anstatt dem schon beinahe abgerissenen Nordflügels des Hauptbahnhofs kann dort eine Bebauung mit entsprechender Tiefe errichtet werden, da - wie bereits erwähnt – auf einige Gleise des Kopfbahnhofs sicherlich verzichtet werden kann.

Dies ist ein Vorschlag, der es verdient hat, untersucht zu werden. Dessen Kosten kann ich natürlich nicht abschätzen. Teuer wird es in jedem Fall.

Mit freundlichen Grüßen
Hans Müller

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